Martin Funda — Violine

Ryszard Groblewski — Viola

Jonas Gira — Horn

Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Wolfgang A. Mozart

Hornquintett Es-Dur KV 407 Streichquintett C-Dur KV 515

Johannes Brahms

Streichquintett G-Dur op.111

Quintette

Mozart hat das Streichquintett, bestehend aus einem um eine zweite Bratsche erweiterten Streichquartett, salonfähig gemacht und der Gattung zugleich zu einem ersten künstlerischen Höhepunkt verholfen. Das strahlend schöne C-Dur-Quintett zeigt exemplarisch die geradezu überwältigende Fülle an Klangkombinationen, welche Mozart dem Quintettsatz zu entlocken vermochte. Mit seinem G-Dur-Quintett aus dem Jahr 1890 wollte Brahms eigentlich den Schlußpunkt hinter sein Schaffen setzen. So reicht denn auch die Stimmung des Werks von Zärtlichkeit bis zu sanfter Resignation und tiefer Trauer. Mozarts einleitendes Hornquintett hingegen hat eher diesseitigen Charakter, mit einem im Kopfsatz intonierten Marschrhythmus und tänzerischem Kehraus im Finale.

Termine und Karten

Sonntag, 14. Februar 2027, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart

Besetzung

© Nikolaj Lund
Martin Funda

Martin Funda ist Kammermusiker und Orchestermusiker, Solist und Pädagoge. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem als Primarius und Gründungsmitglied des Armida Quartetts.

Mit dem Gewinn des Concours de Genève 2011 und des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2012, bei dem das Ensemble mit dem Ersten Preis, dem Publikumspreis und sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich das Armida Quartett als eines der meistgefragten jungen Quartette weltweit etabliert. Als Sohn eines Orchestermusikers und einer Musikpädagogin ist Martin Funda früh mit den unterschiedlichsten Facetten des Musikerlebens in Berührung gekommen – diese Vielseitigkeit zeichnet ihn auch heute aus. Neben der intensiven Tourneetätigkeit als Primarius des Armida Quartetts widmet sich Martin Funda ebenso begeistert dem Unterrichten und der Arbeit mit größeren Ensembles. Im Oktober 2018 erfolgte die Berufung als Professor für Kammermusik an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort ist es ihm ein Anliegen, das vielfältigen Wissen und Können, das er sich in seiner Musikerlaufbahn angeeignet hat, an junge MusikerInnen weiterzugeben und sie auf ihrem Weg zu einem eigenständigen Musikerprofil zu unterstützen.

© Nikolaj Lund
Ryszard Groblewski

Ryszard Groblewski wurde 1983 in Warschau, Polen, geboren und erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht im Alter von sieben Jahren. Er absolvierte sein Studium an der Warschauer Musikakademie bei Professor Piotr Reichert. In jüngster Zeit entwickelte er seine musikalischen Fähigkeiten mit Hilfe verschiedener international bekannter Künstler wie Kim Kashkashian, Gábor Takačš, Wolfgang Marschner, Andrzej Bauer, Atar Arad, Miriam Fried, Ralf Gothoni und Stefan Kamas weiter.

2005 gewann Ryszard Groblewski den ersten Preis sowie den Zuschauerpreis und den Breguet Spezialpreis der 60. International Geneva Competition. Als erster polnischer Bratschist erhielt er einen bedeutenden Preis (2. Platz) beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2004 in München erhielt. Außerdem gewann er viele weitere internationale Wettbewerbe, so in Pörtschach (Österreich), Essen (Deutschland) und Bled (Slowenien).

Ryszard Groblewski tritt regelmäßig in ganz Europa als Solist und Kammermusiker auf, u.a. in der Tonhalle Zürich, der Victoria Hall in Genf, den Konzerthäusern in Berlin, und Wien, dem Beethovensaal in Stuttgart, der Warschauer Philharmonie Warschau, und auf Schloss Elmau.

Im Februar 2009 wurde Groblewski von Krystian Zimerman zur Zusammenarbeit eingeladen. Die beiden Musiker haben während einer Tourneen in Polen Klavierquintette gespielt und danach eine CD für Deutsche Grammophon aufgenommen (CD Premiere Februar 2011).
Im Januar 2007 und im Februar 2008 bekam er einen Platz an Seiji Ozawas International Music Academy Switzerland. Während dieses Projekts arbeitete er mit berühmten Musikern wie Seiji Ozawa, Pamela Frank, Robert Mann, Nobuko Imai und Sadao Harada. Im Jahr 2006 wurde er zum MIDEM Sonderpreis „Revelation of the Year” in Cannes nominiert.

Ryszard Groblewski konzertierte bereits mit zahlreichen europäischen Orchestern, so mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchener, Zürcher und Genfer Kammerorchestern und dem SWR-Symphonieorchester Stuttgart, dem Belgrad Philharmonie Orchester, den Warschauer Philharmonikern, der Philharmonia Hungarica, dem Collegium Musicum Basel und dem Orchester Sinfonia Varsovia.

Rundfunkaufnahmen realisierte er in Deutschland, Frankreich, der Schweiz sowie in Polen. In den Jahren 2007-2009 war Ryszard Groblewski der Dozent an der Warschauer Musikakademie. Seit 2009 ist er Solobratschist des Zürcher Kammerorchesters.

Vor kurzem wurde er zum Professor für Viola an die Musikhochschule Stuttgart berufen.

© Claudia Reiter
Jonas Gira

Jonas Gira wurde 2001 in Illertissen geboren und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Im Alter von 5 Jahren begann er das Klavierspiel zu erlernen und erhielt dann mit 7 Jahren seinen ersten Hornunterricht an der heimischen Musikschule. 2012 wechselte er zum Hornisten Ulrich Köbl nach Kempten, der ihn 6 Jahre unterrichtete. Als 16jähriger wurde Jonas Gira als Jungstudent in der Hornklasse von Prof. Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart aufgenommen, wo er 2020 sein reguläres Studium aufnahm. 2022 setzte er ebenfalls bei Pro. Lampert seine Ausbildung an der Hochschule der Künste Bern, fort.
Zusätzliche musikalische Impulse erhielt er u. a. von Prof. Johannes Hinterholzer, Prof. Marie Luise Neunecker, Prof. Frøydis Ree Wekre, Prof. Raimund Zell und Prof. Carsten Duffin.
 
Im Alter von 10 Jahren gewann Jonas Gira bereits einen 1. Landespreis bei „Jugend musiziert“, auf den in den Jahren darauf zahlreiche weitere erste Preise folgten, davon achtmal in Folge mit der Höchstpunktzahl. Dafür erhielt er zweimal einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben.
Beim internationalen Gianni Bergamo Classic Music Award 2021 in Lugano wurde er mit dem 3. Preis ausgezeichnet und ein Jahr später gewann er den 1. Preis bei der 1st International CITY BRASS Competition in Stuttgart.
 
Jonas Gira sammelte bereits früh zahlreiche Orchestererfahrungen als Mitglied in Regional- und Landesjugendorchestern.

Ab Studienbeginn folgten bereits Aushilfstätigkeiten bei verschiedenen professionellen Orchestern im Stuttgarter Raum. Zudem war er in der Spielzeit 2021/22 Akademist der Orchesterakademie der Stuttgarter Philharmoniker.

Seit September 2023 ist Jonas Gira Solohornist im SWR-Symphonieorchester. Darüber hinaus gastiert er regelmäßig als Solohornist in zahlreichen renommierten Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatsoper Berlin, den Münchner Philharmonikern, der Staatsoper Stuttgart und der Dresdner Philharmonie. Seine Konzerttätigkeiten führten ihn bereits u. a. nach Japan, Italien, Spanien, Österreich, Schweiz und die Ukraine.

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