Christian Ostertag – Violinen

Yoerae Kim – Violinen

Alexander Akimov – Viola

Zoltán Paulich – Viola

Konstanze Brenner – Kontrabass

Péter Nagy – Klavier

Matvey Demin – Flöte

Ivo Ruf – Klarinette

Béla Bartók

Lassú aus Rhapsodie Nr. 1 für Violine und Klavier Für Kinder, Ein Abend am Lande, Ungarische Volksweisen

Leo Weiner

Verbunkós aus Pereg (Werbungstanz) op.40 für Klarinette und Klavier

Franz Liszt

Grand Duo Concertant für Violine und Klavier

Zoltán Kodály

Intermezzo für Streichtrio, Adagio und Kállai kettős (Doppeltanz aus Kalló)

György Ligeti

Alt-Ungarische Gesellschaftstänze für Ensemble

Ungarische Rhapsodie

Christian Ostertag, unser neuer Künstlerischer Leiter, hat sich schon immer gerne und intensiv mit ungarischer Musik beschäftigt. Das liegt wohl zum einen an seinen ungarischen Wurzeln (mütterlicherseits) , zum anderen fasziniert ihn besonders die Fähigkeit der ungarischen Komponisten von Liszt über Bartók und Kodaly bis zu Ligeti, unterschiedlichste Stilelemente von der Spätromantik über Impressionismus, Atonalität und Neoklassik aufzunehmen und mit der südosteuropäischen Volksmusik ihrer Heimat zu verschmelzen.

Gemeinsam mit einem Ensemble aus namhaften Stuttgarter Musikern ungarischer Herkunft spürt Ostertag bei unserer Matinee dem ungarischem Idiom mit seiner mitreißenden Motorik nach, dass die Funken nur so fliegen!

Termine und Karten

Sonntag, 14. März 2027, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart

Besetzung

© Dieter Schewig
Christian Ostertag

Der Geiger Christian Ostertag gilt als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Als Solist, Kammermusiker und langjähriger Erster Konzertmeister des SWR-Symphonieorchesters begeistert er mit seinem warmen, wandelbaren Ton und seiner intensiven musikalischen Ausdruckskraft. Die New York Times beschrieb sein Spiel als „sweet, strong and sure, excellent“.

Geboren 1963 in Karlsruhe in eine deutsch-ungarische Musikerfamilie, studierte er bei Walery Gradow und Rainer Kussmaul und erhielt wichtige künstlerische Impulse unter anderem von Sándór Végh, Ruggiero Ricci und Rony Rogoff. 1990 gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Kammermusik. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Musikerinnen und Musikern auf internationalen Bühnen und Festivals, darunter die Berliner und Kölner Philharmonie, die Salzburger Festspiele oder Wien Modern. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Pierre Boulez, Péter Eötvös oder Wolfgang Rihm prägt sein musikalisches Denken bis heute.

Zahlreiche Radio- und CD-Produktionen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Für seine Leistungen wurde Christian Ostertag 2001 mit dem Europäischen Solistenpreis der Kulturstiftung Pro Europa ausgezeichnet.

© privat
Yoerae Kim

Biografie folgt in Kürze

© privat
Alexander Akimov

Alexander Akimov, Viola, wurde 1982 in Moskau in eine Musikerfamilie hineingeboren. Seinen ersten Bratschenunterricht erhielt er in der Musikschule des Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau und studierte anschließend am Konservatorium in der Klasse von Yuri Baschmet. Er gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und Stipendien, unter anderem 2003 den Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb und 2010 die International Yury Bashmet Viola Competition. Alexander Akimov nahm an internationalen Festivals wie Young Artist in Los Angeles, Swjatoslaw Richters Dezemberabende in Moskau sowie am Festival International de Colmar teil. Als Solist trat er unter anderem mit dem Orchester Neues Russland, dem Kammerensemble Moskauer Solisten, der Russischen Philharmonie, dem Russian National Orchestra sowie dem Orchestra della Svizzera italiana auf. Von 2003 bis 2010 war Alexander Akimov stellvertretender Solo-Bratschist im Russian National Orchestra, von 2010 bis 2016 in gleicher Position im Kammerorchester Moskauer Virtuosen. Gleichzeitig unterrichtete er an der Gnessin-Musikakademie in Moskau. Seit 2019 ist Alexander Akimov Solo-Bratschist im StaatsorchestersStuttgart.

© Sebastian Mare
Zoltán Paulich

Der in Budapest geborene Cellist Zoltán Paulich studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie seiner Heimatstadt sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Peter Buck, wo er sein Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er unter anderem durch die Zusammenarbeit mit György Kurtág sowie dem Tátrai- und dem Melos-Quartett.

Seine besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik. 1988 gründete er das Budapester Klaviertrio, mit dem er bei zahlreichen internationalen Festivals konzertierte. Seit 2005 ist er Cellist des Verdi-Quartetts, mit dem ihn Konzertreisen, Rundfunk- und CD-Produktionen sowie das gemeinsam gegründete Festival „vielsaitig“ in Füssen verbinden.

Seit 1992 ist Zoltán Paulich Solocellist des Württembergischen Staatsorchesters Stuttgart und spielte von 1998 bis 2011 zudem im Festspielorchester der Bayreuther Festspiele. Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich intensiv der pädagogischen Arbeit und lehrt seit 2016 an den Musikhochschulen in Mannheim und Stuttgart.

© Klaus Mellenthin
Konstanze Brenner

Konstanze Brenner stammt aus einer Berliner Musikerfamilie und begann im Alter von 10 Jahren Kontrabass zu spielen. 1992 errang sie den 1. Preis beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«. Es folgte ein Studium bei Prof. Christoph Schmidt in Mannheim als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Außerdem war sie Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Stiftung Villa Musica.

Nach einem ersten Engagement im Jahr 1995 beim Orchester des Nationaltheaters Mannheim wechselte sie ein Jahr späterRadiosinfonieorchester Stuttgart, (jetzt SWR Symphonieorchester), und ist dort seit 2004 1. Solo-Kontrabassistin.

Sie ist eine gefragte Kammermusikerin und konzertiert mit zahlreichen Ensembles, u.a. dem Henschel-Quartett, dem Lotus-Quartett, dem Artis Piano Quartett und dem Wolfgang Bauer Consort.

Konstanze Brenner unterrichtet im Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim.

© Neda Navaee
Péter Nagy

Der ungarische Pianist Péter Nagy zählt zu den bedeutenden Musikern seiner Generation. Bereits im Alter von acht Jahren wurde er an der Franz Liszt Academy of Music in Budapest aufgenommen, wo er unter anderem bei Ferenc Rados und Klára Máthé studierte. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er früh durch Wettbewerbserfolge, darunter der erste Preis beim Ungarischen Rundfunkwettbewerb 1979.

Seine internationale Konzerttätigkeit führte Péter Nagy in bedeutende Konzertsäle und zu renommierten Festivals in Europa, Asien, Australien und den USA, darunter die Wigmore Hall in London, der Louvre in Paris und das Sydney Opera House. Neben seiner Arbeit als Solist ist er ein gefragter Kammermusiker und konzertierte mit Künstler:innen wie Leonidas Kavakos, Kim Kashkashian und Daniel Hope.

Besonders geschätzt werden seine Interpretationen ungarischer Komponisten wie Franz Liszt und György Ligeti. Zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren sein breitgefächertes Repertoire. Seit vielen Jahren widmet sich Péter Nagy zudem intensiv der Lehre und ist Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie an der Liszt-Akademie Budapest.

© privat
Matvey Demin

Matvey Demin gehört zu den vielversprechendsten Künstlern seiner Generation. Geboren 1993 in Sibirien, Russland, begann Matvey bei seiner Großmutter mit dem Flötenunterricht und setzte seine Ausbildung in Hannover und München bei Prof. Andrea Lieberknecht fort.

Matvey ist der erste Musiker in der Geschichte, der den 1. Preis in der Kategorie Holzblasinstrumente des weltberühmten Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau und St. Petersburg gewonnen hat. Er ist auch Preisträger von Wettbewerben wie des internationalen „Aeolus“-Wettbewerbs, des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD (München), des internationalen Flötenwettbewerbs in Krakau, des internationalen Unisa-Musikwettbewerbs und vieler anderer Wettbewerbe.

Bereits im Alter von 20 Jahren war er Soloflötist im Tonhalle-Orchester Zürich. Seit 2023 ist er Soloflötist des SWR Symphonie Orchesters Stuttgart. Matvey trat als Solist mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mariinsky-Orchester, den Düsseldorfer Symphonikern und vielen anderen auf. Er ist auch in der Kammermusikszene aktiv und trat bei zahlreichen Festivals auf, darunter Davos Festival (Schweiz), Emilia Romagna Festival (Italien), Samos Young Artists Festival (Griechenland), International Molyvos Festival (Griechenland), Povoa de Varzim Festival International de Musica (Portugal) und Internationales Flötenfestival „Flute Virtuosi“ in Sankt-Petersburg am Mariinsky Theater.

© pivat
Ivo Ruf

Der Klarinettist entstammt einer süddeutschen Musikerfamilie. Sowohl sein Vater als auch sein Bruder sind Klarinettisten.
 
Bereits beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert errang er mehrere Preise.
 
Seine professionelle Ausbildung begann Ivo Ruf als Jung- und Bachelorstudent in der Klasse von Sabine Meyer/Rainer Wehle an der Musikhochschule in Lübeck.
Danach absolvierte er sein Bachelorstudium bei Prof. Kilian Herold und Prof. Anton Hollich an der Musikhochschule Freiburg,
Erste Orchestererfahrungen sammelte er als Akademist des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.

2022 wurde Ivo Ruf mit 22 Jahren Stellvertretender Soloklarinettist im SWR Symphonieorchester Stuttgart.
 
Mit seinem Bruder Ilja Ruf und Nikolai Gast gründete er das Trio ClariNoir, das klassische Musik mit neuen Konzepten verbindet. Das Ensemble gewann zahlreiche Preise, zuletzt einen Sonderpreis beim Wettbewerb Ton und Erklärung.
Ivo Ruf erhielt Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben, von Live Music Now und das Holzbläser Yamaha Stipendium 2022. Beim Crusell Klarinettenwettbewerb 2021 in Finnland wurde er mit einer Honorary Mention ausgezeichnet. 

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