Ingolf Turban — Violine
Roland Glassl — Viola
Wen-Sinn Yang — Violoncello
Andrea Lieberknecht — Flöte
Dag Jensen — Fagott

Joseph Haydn

Streichtrio

Heitor Villa-Lobos

Bachianas Brasileiras Nr. 6 für Flöte und Fagott

Reinhold Glière

8 Stücke op. 39 für Violine und Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart

Sonate B-Dur KV 292 für Fagott und Violoncello

Johann Sebastian Bach

Triosonate G-Dur BWV 1039

Witold Lutoslawski

Bukoliki für Viola und Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart

Flötenquartett D-Dur KV 285

Eine vorweihnachtliche Bescherung mit kammermusikalischen Preziosen erwartet uns bei dieser Matinee mit hochkarätigen Solisten aus München. Kontrastreich ist das Programm aufgebaut, mit Werken von Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn bis hin zu Heitor Villa-Lobos und Witold Lutoslawski – dies alles in äußerst selten zu hörenden, dafür umso reizvolleren instrumentalen Kombinationen. Nebenbei wird in den Bachianas brasileiras vielleicht auch die Frage beantwortet, wie es Heitor Villa-Lobos gelingen konnte, die Melodien Brasiliens mit J. S. Bachs strengen Formen und Strukturen zu verbinden…

Mit einem Mozart‘schen Flötenquartett und seinem vergnüglichen Duo für Fagott und Violoncello sind allerdings auch einige „Mozartkugeln“ im Programm dabei und runden die musikalische Bescherung ab.

Termine und Karten


So, 18. Dezember 2022, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart

Besetzung

© Privat
Ingolf Turban

Ingolf Turban war Solist in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder der Mailänder Scala, mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Jun Märkl, Yutaka Sado, Franz Welser-Möst, Andris Nelsons und Marcello Viotti. Er trägt neben den Werken der großen Violinliteratur ein zum Teil nie gehörtes Repertoire in die Welt. Allein sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis feiert ungewöhnliche Erfolge, wie im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern und mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der Fernsehdokumentation Paganinis Geheimnis (merkur.tv 2006).

Sein umfangreiches Repertoire aller Stilrichtungen ist mittlerweile auf über 40 CD-Produktionen dokumentiert. Einst vielbeachtete Ersteinspielungen, sind viele Werke heute in den gängigen Konzertbetrieb eingeflossen. 2005 gründete er das Kammerorchester I Virtuosi di Paganini. Im Jahre 2006 folgte Ingolf Turban, der bis dahin 11 Jahre an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterrichtet hatte, dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München. 2021 gewann Ingolf Turban den International Classical Award.

© wildundleise
Roland Glassl

Der in Ingolstadt geborene Musiker stammt aus einer Geigenbauerfamilie und spielt auf einem Instrument seines Vaters. Auch den ersten Violinunterricht erhielt bei seinem Vater, später dann bei Gerhard Seitz in München. Ab 1992 studierte er an der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco und schloss 1996 seine Studien mit Auszeichnung ab. Schon früh hat ihn die außerordentliche Klangvielfalt der Viola fasziniert und er setzte deshalb seine Studien bei dem Bratschisten Atar Arad an der Indiana University in Bloomington/USA fort.

Bei internationalen Wettbewerben in Wien, Washington und Celle erspielte er sich Erste Preise. Zusätzlich wurde er bei der Lionel Tertis International Viola Competition auch mit dem Peter Schidlof Prize für den schönsten Ton ausgezeichnet.

Roland Glassl hat sich als Solist und Kammermusiker einen Namen gemacht. Seine 16-jährige Mitgliedschaft als Bratscher im Mandelring Quartett haben ihn weltweit auf viele große Bühnen und zu internationalen Festivals geführt.

Eine wichtige Ergänzung zum Konzertieren war für Roland Glassl immer das Unterrichten. Im Jahr 2004 wurde er Nachfolger von Tabea Zimmermann an der Frankfurter Musikhochschule. 2018 folgte er auf Hariolf Schlichtig als Professor an der Musikhochschule in München.

© wildundleise
Wen-Sinn Yang

Wen-Sinn Yang zählt als Solist und Kammermusiker zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten im Cellofach. Seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 ist er ein gern gesehener Gast auf den bedeutenden Konzertpodien und Musikfestivals in Europa und Asien. Als Solist u.a. bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Shanghai Symphony Orchestra, dem Orchester von Radio Suisse Romande und dem St. Pauls Chamber Orchestra musizierte er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons.

Sein äußerst breit gefächertes Repertoire ist auf über 20 CD-Einspielungen dokumentiert. Neben dem Standardrepertoire wie den Konzerten von Boccherini, Haydn und Dvořák hat Yang als Anwalt für wenig bekannte, hochvirtuose Cellomusik auch Werke von François Servais, Carl Davidoff, Alfredo Piatti und Julius Klengel in Ersteinspielungen aufgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen sind die 6 Solo-Suiten von J.S. Bach als DVD bei Arthaus Musik erschienen.
Der in Bern geborene Musiker taiwanesischer Abstammung studierte bei Claude Starck in Zürich und bei Wolfgang Boettcher in Berlin. Im Anschluss an sein Engagement als Erster Solocellist im Symphonie-orchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er vielfach solistisch auftrat, wurde er 2005 als Professor an die Hochschule für Musik und Theater München berufen.

© Mark Xiao
Andrea Lieberknecht

Während ihres Studiums bei Paul Meisen in München gewann die Flötistin Andrea Lieberknecht die internationalen Flötenwettbewerbe Prager Frühling (1991) und Kobe/Japan (1993). Als Mitglied des Arcis Quintetts und im Duo mit ihrem Klavierpartner Jan Philip Schulze erhielt sie Preise beim ARD-Wettbewerb, beim Deutschen Musikwettbewerb, sowie bei den internationalen Kammermusikwettbewerben Colmar, Tokio, Belgrad und Trapani.

Sie führt sie ein reiches Konzertleben mit Recitals, Solokonzerten und Kammermusik und war zu Gast bei bedeutenden deutschen Musikfestivals wie den Ansbacher Bachwochen, dem Rheingaufestival, dem Schleswig-Holstein-Festival und dem Würzburger Mozartfest und spielt bei den Kammermusikfestivals der Pianisten Lars Vogt (Spannungen: Musik im Kraftwerk Heimbach) und Leif Uve Andsnes in Risør/Norwegen. Andrea Lieberknecht war 13 Jahre lang Soloflötistin, zunächst im BR-Rundfunkorchester, dann im WDR-Sinfonieorchester Köln. 3 Jahre war sie Soloflötistin der Bayreuther Festspiele. 2002 wurde sie als Ordentliche Professorin an die Musikhochschule in Hannover berufen und wechselte 2011 an die Musikhochschule in München.

© Privat
Dag Jensen

Dag Jensen wurde in Horten/Norwegen geboren. Bereits mit 16 Jahren bekam er seine erste Anstellung als Kontrafagottist beim Philharmonischen Orchester Bergen. Neben seiner Orchestertätigkeit setze er seine Studien bei Prof. Klaus Thunemann in Hannover fort. Jensen war Solofagottist der Bamberger Symphoniker und des WDR-Sinfonieorchesters. Seit dessen Gründung im Jahre 2003 war Dag Jensen bis 2005 Solofagottist im Luzern Festival Orchestra unter Claudio Abbado. Auch Seiji Ozawa holte ihn als Solofagottist in sein Saito Kinen Festival Orchestra.

Dag Jensen war zweimaliger Gewinner beim ARD-Wettbewerb in München, 1984 und 1990. In Deutschland und im Ausland musizierte er als Solist mit zahlreichen Orchestern. Bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland, u.a. der Schubertiade in Feldkirch/Österreich, Spannungen – Musik im Kraftwerk in Heimbach und bei Glasbeni September in Maribor/Slowenien ist er regelmäßig zu Gast.
Zunächst in Hannover tätig, ist er seit 2011 Professor für Fagott an der Musikhochschule in München.

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