Christian Ostertag — Violine

Roland Glassl — Viola

Wen Sinn Yang — Violoncello

Franz Schubert

Triosatz B-Dur D 471 für Streichtrio

Wolfgang A. Mozart

Duo B-Dur KV 424 für Violine und Viola

Ludwig v. Beethoven

Duett Es-Dur Mit zwei obligaten Augengläsern WoO 32 für Viola und Violoncello

Bohuslav Martinu

Duo Nr. 1 für Violine und Violoncello

Ernst von Dohnányi

Serenade op. 10

Saitenvirtuosen

Christian Ostertag, der neue Künstlerische Leiter der Musikalischen Akademie Stuttgart, hat für sein „Antrittskonzert“ ein facettenreiches Duo- und Trioprogramm ausgewählt.

Gemeinsam mit Freunden und zugleich langjährigen Partnern auf dem Podium widmet er sich zunächst intimen Kostbarkeiten der Wiener Klassiker, ehe bei Bohuslav Martinus Duo mitreißender Rhythmus und brillante Virtuosität im Pariser Großstadtstil der Zwanzigerjahre Raum greifen. Mit der Serenade des ungarischen Kosmopoliten Ernst von Dohnanyi erklingt ein an Einfallsreichtum, klanglicher Fantasie und Spielfreude schier überbordendes Glanzstück des Repertoires für Streichtrio.

Termine und Karten

Sonntag, 22. November 2026, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart

Besetzung

© Dieter Schewig
Christian Ostertag

Der Geiger Christian Ostertag gilt als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Als Solist, Kammermusiker und langjähriger Erster Konzertmeister des SWR-Symphonieorchesters begeistert er mit seinem warmen, wandelbaren Ton und seiner intensiven musikalischen Ausdruckskraft. Die New York Times beschrieb sein Spiel als „sweet, strong and sure, excellent“.

Geboren 1963 in Karlsruhe in eine deutsch-ungarische Musikerfamilie, studierte er bei Walery Gradow und Rainer Kussmaul und erhielt wichtige künstlerische Impulse unter anderem von Sándór Végh, Ruggiero Ricci und Rony Rogoff. 1990 gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Kammermusik. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Musikerinnen und Musikern auf internationalen Bühnen und Festivals, darunter die Berliner und Kölner Philharmonie, die Salzburger Festspiele oder Wien Modern. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Pierre Boulez, Péter Eötvös oder Wolfgang Rihm prägt sein musikalisches Denken bis heute.

Zahlreiche Radio- und CD-Produktionen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Für seine Leistungen wurde Christian Ostertag 2001 mit dem Europäischen Solistenpreis der Kulturstiftung Pro Europa ausgezeichnet.

© wildundleise
Roland Glassl

Der in Ingolstadt geborene Musiker stammt aus einer Geigenbauerfamilie und spielt auf einem Instrument seines Vaters. Auch den ersten Violinunterricht erhielt bei seinem Vater, später dann bei Gerhard Seitz in München. Ab 1992 studierte er an der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco und schloss 1996 seine Studien mit Auszeichnung ab. Schon früh hat ihn die außerordentliche Klangvielfalt der Viola fasziniert und er setzte deshalb seine Studien bei dem Bratschisten Atar Arad an der Indiana University in Bloomington/USA fort.
Bei internationalen Wettbewerben in Wien, Washington und Celle erspielte er sich Erste Preise. Zusätzlich wurde er bei der Lionel Tertis International Viola Competition auch mit dem Peter Schidlof Prize für den schönsten Ton ausgezeichnet.

Roland Glassl hat sich als Solist und Kammermusiker einen Namen gemacht. Seine 16-jährige Mitgliedschaft als Bratscher im Mandelring Quartett hat ihn weltweit auf viele große Bühnen und zu internationalen Festivals geführt.

Eine wichtige Ergänzung zum Konzertieren war für Roland Glassl immer das Unterrichten. Im Jahr 2004 wurde er Nachfolger von Tabea Zimmermann an der Frankfurter Musikhochschule und 2018 folgte er auf Hariolf Schlichtig als Professor an der Musikhochschule in München.

© wildundleise
Wen-Sinn Yang

Wen-Sinn Yang zählt zu den vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Als Solist und Kammermusiker begeistert er mit seinem hochvirtuosen, ausdrucksstarken Spiel und seiner besonderen Neugier auf unbekanntes Repertoire. In seinen Konzerten verbindet er Werke des klassischen Cellorepertoires mit Wiederentdeckungen des 19. Jahrhunderts und Musik der Moderne.

Er konzertierte mit renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Shanghai Symphony Orchestra und dem NHK Symphony Orchestra Tokyo sowie unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons.

Sein breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CD- und DVD-Produktionen dokumentiert, darunter zahlreiche Ersteinspielungen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Aufnahme der sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach, die von der Kritik als beispielhafte Verbindung historischer Aufführungspraxis mit modernem Instrument gefeiert wurde.

Wen-Sinn Yang studierte in Zürich und Berlin und war langjähriger Erster Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Seit 2004 ist er Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München.

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