Laura Streckert – Alt
Washington Barella – Oboe
Kristian Nyquist – Cembalo
Christian Ostertag – Violine
Yoerae Kim – Violine
Marie Helling – Violine
Jie Wan – Violine
Roland Glassl – Viola
Laura Primavesi – Viola
Zoltan Paulich – Violoncello
Tristan Cornut – Violoncello
Konstanze Brenner – Kontrabass
Johann S. Bach
Brandenburgisches Konzert Nr.3 G-Dur BWV 1048, Doppelkonzert c-Moll für Oboe und Violine BWV 1060, Brandenburgisches Konzert Nr.6 B-Dur BWV 1051
Johann Pachelbel
Canon in D-Dur
Johann S. Bach
Schlafe, mein Liebster Altarie aus dem Weihnachtsoratorium BWV 248
Arcangelo Corelli
<i>Concerto grosso fatto per la notte di Natale</i> g-Moll op. 6/8 (Weihnachtskonzert)
Jauchzet, frohlocket
Entfliehen Sie dem oftmals hektischen Advent und gönnen Sie sich beim abwechslungsreich zusammengestellten Barockprogramm unserer Matinee einen Moment besinnlichen Innehaltens! Das handverlesenes „Ensemble pour Bach“ der Musikalischen Akademie tritt bei unserer vorweihnachtlichen Matinee den Beweis an, dass „Jauchzen und Frohlocken“ nicht nur mit der menschlichen Stimme sondern auch mit instrumentalen Mitteln hervorragend gelingen kann. Solistische Glanzlichter und prachtvoll tönende Ensembles zaubern vorweihnachtliche Stimmung herbei!
Termine und Karten
Sonntag, 13. Dezember 2026, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart
Besetzung
Laura Streckert
Die deutsche Mezzosopranistin Laura Streckert, geboren und aufgewachsen bei Karlsruhe, debütierte in der Spielzeit 2023/24 am Theater und Orchester Heidelberg als Straßensängerin in Benjamin Brittens »Death in Venice«. Noch am Beginn ihrer Karriere stehend, war sie bereits auf Bühnen wie dem Beethoven-Haus Bonn, dem Badischen Staatstheater Karlsruhe im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele, den Tiroler Festspielen Erl, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Beethovenfest Bonn zu hören.
Im Alter von 17 Jahren begann die junge Sängerin ihr Jungstudium an der Hochschule für Musik Karlsruhe, seit 2022 studiert sie dort im Bachelor Gesang bei Prof. Christiane Libor und Stephan Klemm. Gesungene Partien bei Hochschulproduktionen umfassen den Mezzosopran-Part in Anno Schreiers zeitgenössischer Kinderoper »Wunderland«, Marcellina in »Le nozze di Figaro« sowie die Rollen der 2nd Shepherdess und 3rd Nymph in »King Arthur«.
Im Konzertbereich war sie in der Thomaskirche Leipzig im Rahmen des Bach-Archiv Leipzig und im Kloster St. Trudpert mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Freiburg sowie mit Klangkörpern wie der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe zu hören. Sie ist Preisträgerin des Beethoven Bonnenis Wettbewerbs Bonn, des Händel-Jugendwettbewerbs Karlsruhe und des Rainer-Koch-Gedächtnispreises für die beste Interpretation eines Werkes von Wolfgang Rihm, sowie Stipendiatin des Gerhard-Janssen-Stipendiums, gefördert vom Kulturfonds Baden. In der Spielzeit 2024/25 war sie am Theater und Orchester Heidelberg als Schäferin in »Jenůfa« von Leoš Janáček zu erleben.
Washington Barella
Washington Barella zählt heute zu den führenden Oboisten seiner Zeit und vereint technisches Können, künstlerische Sensibilität und pädagogisches Engagement. Sein Schaffen beeinflusst sowohl die internationale Oboen-Szene als auch die Weiterentwicklung junger Musikerinnen und Musiker nachhaltig.
Seine musikalische Ausbildung begann er 1972 in seiner Heimat in Brasilien. In den Jahren 1984 bis 1986 studierte er bei Ingo Goritzki an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Anschließend setzte er seine Studien von 1988 bis 1990 an der Hartt School of Music in Hartford (USA) bei Humbert Lucarelli fort.
Von 1981 bis 1983 sowie erneut von 1987 bis 1988 war er als Solooboist im Sinfonieorchester von Campinas in Brasilien tätig. Zwischen 1990 und 1992 wirkte er ebenfalls in dieser Position im renommierten Orchester Atlantic Sinfonietta in New York.
Von 1992 bis 2016 war Washington Barella Solooboist im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, einem der führenden Klangkörper Deutschlands. Parallel zu seiner Orchestertätigkeit engagiert er sich intensiv in der musikalischen Ausbildung der nächsten Generation. Im Jahr 2010 erhielt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, bevor er 2012 als Professor an die Universität der Künste Berlin berufen wurde.
1991 gewann Washington Barella den dritten Preis beim Musikwettbewerb der ARD. Seither absolvierte er Solokonzerte im Bayerischen Rundfunk, mit dem SWR Sinfonieorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, der Savannah Symphony und der Annapolis Symphony in den Vereinigten Staaten und mit zahlreichen Orchestern in Brasilien.
Kristian Nyquist
Kristian Nyquist wurde in Los Angeles geboren und wuchs in Deutschland auf. Sein Cembalostudium absolvierte er bei Christine Daxelhofer in Karlsruhe sowie als Stipendiat des DAAD bei Huguette Dreyfus in Paris, wo er mit dem „Prix de Virtuosité“ ausgezeichnet wurde. Zudem war er Preisträger internationaler Wettbewerbe in Paris und Prag.
Als Solist und Kammermusikpartner konzertiert Kristian Nyquist mit einem breitgefächerten Repertoire vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Seine künstlerische Arbeit verbindet historisch informierte Aufführungspraxis mit einer besonderen Offenheit für zeitgenössische Musik. Dies führte zu zahlreichen Ur- und Erstaufführungen sowie zur Zusammenarbeit mit Komponisten wie Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Klaus Huber und Violeta Dinescu.
Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Für die Einspielung der Oboen- und Fagottsonaten von François Devienne wurde Kristian Nyquist gemeinsam mit Ingo Goritzki und Sergio Azzolini mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.
Von 1989 bis 2007 lehrte er an der Musikhochschule Mannheim. Seit 2006 ist Kristian Nyquist Dozent für historische Tasteninstrumente, Generalbasspraxis und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe und gibt darüber hinaus internationale Meisterkurse.
Christian Ostertag
Der Geiger Christian Ostertag gilt als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Als Solist, Kammermusiker und langjähriger Erster Konzertmeister des SWR-Symphonieorchesters begeistert er mit seinem warmen, wandelbaren Ton und seiner intensiven musikalischen Ausdruckskraft. Die New York Times beschrieb sein Spiel als „sweet, strong and sure, excellent“.
Geboren 1963 in Karlsruhe in eine deutsch-ungarische Musikerfamilie, studierte er bei Walery Gradow und Rainer Kussmaul und erhielt wichtige künstlerische Impulse unter anderem von Sándór Végh, Ruggiero Ricci und Rony Rogoff. 1990 gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Kammermusik. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Musikerinnen und Musikern auf internationalen Bühnen und Festivals, darunter die Berliner und Kölner Philharmonie, die Salzburger Festspiele oder Wien Modern. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Pierre Boulez, Péter Eötvös oder Wolfgang Rihm prägt sein musikalisches Denken bis heute.
Zahlreiche Radio- und CD-Produktionen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Für seine Leistungen wurde Christian Ostertag 2001 mit dem Europäischen Solistenpreis der Kulturstiftung Pro Europa ausgezeichnet.
Roland Glassl
Der in Ingolstadt geborene Musiker stammt aus einer Geigenbauerfamilie und spielt auf einem Instrument seines Vaters. Auch den ersten Violinunterricht erhielt bei seinem Vater, später dann bei Gerhard Seitz in München. Ab 1992 studierte er an der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco und schloss 1996 seine Studien mit Auszeichnung ab. Schon früh hat ihn die außerordentliche Klangvielfalt der Viola fasziniert und er setzte deshalb seine Studien bei dem Bratschisten Atar Arad an der Indiana University in Bloomington/USA fort.
Bei internationalen Wettbewerben in Wien, Washington und Celle erspielte er sich Erste Preise. Zusätzlich wurde er bei der Lionel Tertis International Viola Competition auch mit dem Peter Schidlof Prize für den schönsten Ton ausgezeichnet.
Roland Glassl hat sich als Solist und Kammermusiker einen Namen gemacht. Seine 16-jährige Mitgliedschaft als Bratscher im Mandelring Quartett hat ihn weltweit auf viele große Bühnen und zu internationalen Festivals geführt.
Eine wichtige Ergänzung zum Konzertieren war für Roland Glassl immer das Unterrichten. Im Jahr 2004 wurde er Nachfolger von Tabea Zimmermann an der Frankfurter Musikhochschule und 2018 folgte er auf Hariolf Schlichtig als Professor an der Musikhochschule in München.
Zoltán Paulich
Der in Budapest geborene Cellist Zoltán Paulich studierte zuerst an der Franz Liszt Musikakademie in seiner Heimatstadt bei Prof. Endre Lengyel (Violoncello) und bei Prof. György Miklós (Kammermusik). Danach setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart bei Prof. Peter Buck fort, und schloss es 1992 mit dem Studiengang Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Besondere künstlerische Impulse erhielt er durch die enge Zusammenarbeit mit György Kurtág, dem Tátrai- und dem Melos-Quartett.
Seine große Leidenschaft gilt der Kammermusik. Er gründete 1988 mit seinen Studienkollegen das Budapester Klaviertrio, mit dem er viele Konzertreisen unternahm, die ihn u.a. zu bedeutenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Bodensee-Festival und dem Budapester Frühling führten.
2005 wurde er Cellist des renommierten Verdi-Quartetts. Konzerte in aller Welt, zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen folgten. Das vom Verdi-Quartett zusammen mit der Stadt Füssen gegründete Festival vielsaitig ist Jahr für Jahr ein fester Bestandteil seines künstlerischen Wirkens.
Zoltán Paulich ist seit 1992 Solocellist des Württembergischen Staatsorchesters Stuttgart. In dieser Position spielte er 1998-2011 auch im Festspielorchester der Bayreuther Festspiele.
Neben seiner Orchestertätigkeit und der Kammermusik ist er seit 2016 Lehrbeauftragter für Violoncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und seit 2021 für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ist er gefragter Dozent bei internationalen Meisterkursen.
Tristan Cornut
Tristan Cornut wurde in Paris geboren. Seinen ersten Cellounterricht erhielt er dort bei Annie Cochet. Danach studierte er am Pariser Konservatorium bei Roland Pidoux und an den Musikhochschulen Stuttgart und Freiburg bei Jean-Guihen Queyras.
Er wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. beim Lutoslawski-Wettbewerb, dem Domnick-Wettbewerb, dem Gaspar Cassado Wettbewerb und dem ARD-Musikwettbewerb. Zudem ist er Preisträger der Kammermusikwettbewerbe von Melbourne und Trondheim.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker musizierte er an der Seite von Yo-Yo Ma, Antonio Meneses, Salvatore Accardo, Bruno Giuranna und Miguel da Silva. Tristan Cornut trat als Solist u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Ensemble Resonanz, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonischen Orchester Tokio auf.
Als Solist trat er u.a. mit dem Philharmonischen Orchester Tokyo, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, den Straßburger Philharmonikern und dem Ensemble Resonanz auf.
Seit 2012 ist er Solo-Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Tristan Cornut ist seit 2017 Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Stuttgart.
Konstanze Brenner
Konstanze Brenner stammt aus einer Berliner Musikerfamilie und begann im Alter von 10 Jahren Kontrabass zu spielen. 1992 errang sie den 1. Preis beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«. Es folgte ein Studium bei Prof. Christoph Schmidt in Mannheim als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Außerdem war Konstanze Brenner Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Stiftung Villa Musica.
Nach einem ersten Engagement im Jahr 1995 beim Orchester des Nationaltheaters Mannheim wechselte sie ein Jahr später zum Radiosinfonieorchester Stuttgart, (jetzt SWR Symphonieorchester), und ist dort seit 2004 1. Solo-Kontrabassistin.
Sie ist eine gefragte Kammermusikerin und konzertiert mit zahlreichen Ensembles, u.a. dem Henschel-Quartett, dem Lotus-Quartett, dem Artis Piano Quartett und dem Wolfgang Bauer Consort.
Konstanze Brenner unterrichtet im Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim.
Yoerae Kim
Biografie folgt in Kürze
Marie Helling
Biografie folgt in Kürze.
Jie Wan
Biografie folgt in Kürze.
Laura Primavesi
Laura Primavesi, geboren am 28. April 2003, erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von 5 Jahren bei Esther Schöpf. Mit 13 Jahren wechselte sie zur Bratsche. In der Schulzeit hatte sie Unterricht bei Peter und Simone Michielsen. Sie spielte unter anderem im Bayerischen Landesjugendorchester, war von 2017 bis 2019 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und gewann mehrfach Bundespreise bei Jugend Musiziert.
Nachdem Abitur 2021 nahm sie Bratschenunterricht bei Ben Hames und begann ihr Medizinstudium. Parallel dazu studiert sie seit dem Wintersemester 24/25 bei Prof. Roland Glassl an der Hochschule für Musik und Theater München.
Orchestererfahrung durfte sie zum Beispiel als Aushilfe im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und mit dem O/Modernt Emsemble sammeln.
Wichtige Impulse erhielt sie von Thomas Riebl, Rudolf Gleißner, Xandi van Dijk sowie im Kammermusikunterricht bei Prof. Raphaël Merlin.