Akademie mit Dozenten und Studierenden der Musikhochschule

Martin Funda — Violine
Tristan Cornut — Violoncello
Christian Schmitt — Oboe
Norbert Kaiser — Klarinette
Marc Engelhardt — Fagott
Studierende

Alexandre Tansman

Septett für Bläser und Streicher

Julius Röntgen

Trio G-Dur op. 86 für Flöte, Oboe und Fagott

Jörg Widmann

aus „Duos für Violine und Violoncello“

Gustav Holst

Sextett e-Moll

Gustav Holst ist vielen Musikliebhabern allein durch seine berühmte, magische Planeten-Suite bekannt. Viele Jazz- und Rockmusiker haben sich von dem Werk inspirieren lassen, vor allem aber in der Filmmusik sind Die Planeten in unzähligen Versionen immer wieder zitiert worden. Von traumhafter Anmut geprägt und der Spätromantik verhaftet ist Holsts filigranes, serenadenhaft leichtes Sextett, das erst vor wenigen Jahren aus dem Dornröschenschlaf in der British Library erlöst wurde und seither als Entdeckung gefeiert wird.

Das letzte Akademiekonzert der Spielzeit ist voll von weiteren ebenso hochinteressanten wie hörenswerten Raritäten. Dies gilt für das spätromantische Bläsertrio des Brahmsfreundes Julius Röntgen ebenso wie für das Septett des stilistisch polyglotten Alexandre Tansman. Der gebürtige Pole spielte als Weggefährte von Igor Strawinsky in der Zwischenkriegszeit eine herausragende Rolle im Pariser Musikleben. Dank eines von Charlie Chaplin erwirkten Visums gelang ihm im Jahr 1938 die Flucht in die USA vor den Nazis.

Termine und Karten

So, 14. Mai 2023, 11:00 Uhr
Weißer Saal im Neuen Schloss Stuttgart

Besetzung

© Nikolaj-Lund
Martin Funda
Martin Funda ist Kammer- und Orchestermusiker, Solist und Pädagoge. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem als Primarius und Gründungsmitglied des Amida Quartetts.
Mit dem Gewinn des Concours de Genève 2011 und des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2012, bei dem das Ensemble mit dem Ersten Preis, dem Publikumspreis und sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich das Armida Quartett als eines der meistgefragten jungen Quartette weltweit etabliert. Als Sohn eines Orchestermusikers und einer Musikpädagogin ist Martin Funda früh mit den unterschiedlichsten Facetten des Musikerlebens in Berührung gekommen – diese Vielseitigkeit zeichnet ihn auch heute aus. Neben der intensiven Tourneetätigkeit als Primarius des Armida Quartetts widmet sich Martin Funda ebenso begeistert dem Unterrichten und der Arbeit mit größeren Ensembles. Im Oktober 2018 erfolgte die Berufung als Professor für Kammermusik an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort ist es ihm ein Anliegen, das vielfältigen Wissen und Können, das er sich in seiner Musikerlaufbahn angeeignet hat, an junge MusikerInnen weiterzugeben, und sie auf ihrem Weg zu einem eigenständigen Musikerprofil zu unterstützen.
© Privat
Tristan Cornut

Tristan Cornut, geboren in Paris, wurde bei vielen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. beim ARD-Musikwettbewerb, dem Domnick-Wettbewerb und dem Gaspar Cassado Wettbewerb. Er studierte am Pariser Konservatorium bei Roland Pidoux und an den Musikhochschulen Stuttgart und Freiburg bei Jean-Guihen Queyras.

Als Solist trat er u.a. mit dem Philharmonischen Orchester Tokyo, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, den Straßburger Philharmonikern und dem Ensemble Resonanz auf. Seit 2012 ist er Solo-Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielte u.a. an der Seite von Yo-Yo Ma, Antonio Meneses, Salvatore Accardo und Bruno Giuranna. Er ist Preisträger der Kammermusik-Wettbewerbe Melbourne und Trondheim.

Tristan Cornut ist seit 2017 Professor für Violoncello an der Stuttgarter Musikhochschule.

© Privat
Christian Schmitt
Christian Schmitt hat am Conservatoire Supérieur in Lyon und an der Musikhochschule in Karlsruhe studiert und seine Studien jeweils mit Auszeichnung abgeschlossen. Im Laufe seiner beruflichen Laufbahn hat er sein Können bei großen Meistern wie Thomas Indermühle, Maurice Bourgue, Paul Dombrecht und Heinz Holliger weiter perfektioniert. Im Jahre 1992 erhielt er den ersten Preis der Europäischen Kulturstiftung Freiburg. Beim Sinfonieorchester Basel war er über 20 Jahre lang als 1. Solo-Oboist tätig bevor er im Jahre 2008 als Nachfolger von Prof. Ingo Goritzki an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen wurde.

Zahlreiche Komponisten, u.a. Vincent Paulet und Laurent Riou, Jacopo Baboni Schilingi und Hans Tutschku widmeten Christian Schmitt Werke, die in den letzten Jahren u.a. beim Maison de Radio France, in der Concert Hall of Birmingham, bei Festivals in Compiègne und bei den „Nuits Bleues d’Arc et Senans“ uraufgeführt wurden. Schmitt spielt als Solist unter dem Stab namhafter Dirigenten wie Nello Santi, Armin Jordan, Marcello Viotti, Heinz Holliger oder Walter Weller.
2 CDs nahm er in Kooperation mit dem Pianisten Josef Nykiel Hautbois Français – ein Panorama der französischen Musik für Oboe im 20. Jahrhundert auf – sowie Un Tour d’Europe des Salons Musicaux – Repertoire aus der Romantik im 19. Jahrhundert. Weiterhin sind Aufnahmen für das Schweizer Radio DRS, Radio Suisse Romande, Radio France-Musique und für den Südwestrundfunk entstanden.

Christian Schmitt hat zahlreiche Rezitals in ganz Europa (Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, England, Rumänien) und Meisterkurse an der Columbia University New York und den Universitäten von Austin/Texas, in Seoul, Peking, Shanghai Hong Kong gegeben. Er war Jury-Mitglied beim Internationalen Gillet-Fox-Wettbewerb in Ithaca/New York und Birmingham sowie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
© Privat
Norbert Kaiser
Der gebürtige Frankfurter studierte an der Musikhochschule Detmold Klarinette bei Jost Michaels und Hans Klaus sowie Klavier bei Werner Genuit. Zunächst wirkte er als Klarinettist im Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und war dann von 1989 bis 2000 Erster Soloklarinettist am Staatstheater Stuttgart.

Daneben schloss Norbert Kaiser ein Dirigierstudium in Weimar ab und arbeitete 1997/98 als Dirigierassistent von Lothar Zagrosek an der Staatsoper Stuttgart. 1999 wurde er auf eine Professur für Klarinette an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart berufen. Viele seiner Studenten bekleiden inzwischen Positionen in renommierten Orchestern. Norbert Kaiser gibt Meisterkurse und fungiert als Juror bei Wettbewerben.
© Hans Georg Fischer
Marc Engelhardt
Marc Engelhardt wurde 1961 in Radevormwald. geboren. Seine Studien führten ihn zu Prof. Günter Pfitzenmaier nach Köln und an die Musikhochschule Hannover zu Prof. Klaus Thunemann. Zunächst war er Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie und im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft und spielte dort unter Dirigenten wie Claudio Abbado oder Leonard Bernstein. 1986 verpflichtete ihn das damalige Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken (heute Deutsche Radiophilharmonie) als Solofagottist.

Kammermusikalisch ist Marc Engelhardt mit der Stuttgarter Bläserakademie, dem Ensemble Fagottissimo sowie gemeinsam mit dem Trompeter Matthias Höfs und dem Saxofonisten Daniel Schnyder aktiv. Als Solist konzertierte Marc Engelhardt unter anderem mit dem RSO Saarbrücken, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dem Kölner Kammerorchester. Der erfolgreiche Fagottprofessor an der Stuttgarter Musikhochschule gibt internationale Meisterkurse und ist als Juror tätig.
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