Streichquartett Villa Musica

Das Streichquartett Villa Musica erlebte seine glänzende Premiere an Ostern 2000.
Drei langjährige Streicherdozenten der rheinland-pfälzischen Stiftung Villa Musica, allesamt
erfahrene Kammermusiker und Professoren, haben sich mit einer hochbegabten Geigerin
aus Rheinland-Pfalz zu einem Quartett der Sonderklasse zusammengefunden.
Neben dem klassisch-romantischen Repertoire spielte das Quartett in seiner kurzen
Geschichte bereits mehrere Uraufführungen.

Die Mitglieder des Streichquartetts:
Nicolas Chumachenco, Violine, als Sohn russischer Eltern in Polen geboren und in
Argentinien aufgewachsen, studierte zunächst bei Jascha Heifetz in Kalifornien, dann bei
Efrem Zimbalist am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Er war Preisträger beim
Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel.
Im Verlauf seiner musikalischen Karriere gab er zahlreiche Sonatenabende und
Orchesterkonzerte unter Dirigenten wie Wolfgang Sawallisch, Zubin Mehta, Peter Maag u. a.
Er wirkte als Solist in Yehudi Menuhins Festival in Gstaad mit und unternahm als Sologeiger
des Züricher Kammerorchesters sowie als Primarius des Neuen Züricher Quartetts weltweit
Tourneen. Er spielte zahlreiche Solo-, Kammermusik- und Orchesterwerke ein (u. a. die
Paganini-Capricen, die Solosonaten und Partiten von Bach, Violinsonaten von Brahms,
Grieg und Schumann, Vivaldi mit dem Kammerorchester Königin Sofia). Nicolas
Chumachenco lehrt als Professor an der Musikhochschule Freiburg.
Erika Geldsetzer, Violine, geboren 1975, studierte von 1995 bis 1999 an der Musik-
hochschule Karlsruhe bei Ulf Hoelscher und absolvierte ein Aufbaustudium an der Royal
Academy of Music in London. Sie gewann 1997 den Ersten Preis beim Deutschen
Hochschulwettbewerb mit dem Fauré-Quartett, das seit 1999 zur Bundesauswahl junger
Künstler gehört. Von 1992 bis 1995 war Erika Geldsetzer Konzertmeisterin des
Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz, seit 1995 ist sie Mitglied des Jugendorchesters
der EU. Sie gewann diverse Preise und trat in renommierten Konzertsälen auf. Sie spielt auf
einer Petrus Guarnerius 1702 "ex Schubert" aus der Landessammlung Rheinland Pfalz.
Enrique Santiago, Viola, studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Madrid.
1961 legte er das Examen mit dem Gewinn des Sarasate-Preises ab und nahm ein Zusatz-studium bei Max Rostal auf. Gleichzeitig begann eine Solokarriere, die zur Zusammenarbeit
mit namhaften Orchestern wie dem Stuttgarter Kammerorchester und der Academy of
St. Martin in the Fields führte. Santiago ist Professor an der Musikhochschule Stuttgart
und war von 1991 bis 1995 deren Prorektor.
Martin Ostertag, Violoncello, studierte bei Leo Koscielny in Karlsruhe und André Navarra
in Paris und wurde schon als junger Mann Solocellist beim Iraqui Symphony Orchestra in
Bagdad. Nach seiner Auszeichnung beim Internationalen Wettbewerb in Wien 1967 wurde er
1968 Solocellist der Düsseldorfer Sinfoniker und 1972 der Deutschen Oper Berlin. Seit 1974
ist er Erster Solocellist beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg. Als Professor
in Karlsruhe, Solist, Kammermusiker und Dozent zählt er zu den renommiertesten Cellisten.

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