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Musikalische Akademie Stuttgart - Saison 2012/13.

Willkommen auf unserer neuen Hompage!

 

Im Zeitenstrom - Bewegende Musik

 

Liebe Musikfreunde,

 

zum 23. Mal starten wir in eine neue Saison der Musikalischen Akademie Stuttgart. Es freut mich, dass wir Ihnen rechtzeitig zum Beginn des Vorverkaufs eine neue Homepage vorstellen können, die wesentlich informativer und übersichtlicher gestaltet ist als unsere bisherige.

Auch in der neuen Saison werden wir in unseren Matineen wieder zahlreichen bekannten und spannenden Musikerpersönlichkeiten begegnen. So wird der gefeierte Pianist und ARD-Preisträger Adrian Oetiker erstmals in unserer Reihe auftreten, ebenso wie die koreanische Geigerin Mi-Kyung Lee, die beim wohl vornehmsten aller Violinwettbewerbe, dem Reine-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, ausgezeichnet wurde. Erstmals dabei ist auch der interessante Kontrabassist Nabil Shehata.

Natürlich freuen wir uns sehr, dass wir mit der Pianistin Silke Avenhaus, den Geigern Christian Altenburger, Muriel Cantoreggi und Daniel Gaede (ehemaliger Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) und den Cellisten Patrick Demenga und Wen-Sinn Yang wieder langjährige Musikerfreunde begrüßen können, um nur einige wenige zu nennen.

Tragende Säulen der Musikalischen Akademie bilden selbstverständlich auch in der kommenden Saison die Protagonisten der Musikalischen Akademie, Instrumentalisten wie Eszter Haffner und Nicolas Chumachenco, Violine, Hariolf Schlichtig, Viola, Martin Ostertag, Violoncello und Wolfgang Güttler, Kontrabass, die unser Publikum seit Gründung der Reihe immer wieder bezaubern.

Die Bläserriege wird angeführt von international renommierten Künstlern wie der Flötistin Andrea Lieberknecht, dem Fagottisten Dag Jensen und den Hornisten Christian Lampert und Johannes Hinterholzer. Der italienische Flötist Davide Formisano wird zusammen mit dem kongenialen Pianisten Phillip Moll im kommenden März ein Flötenrecital geben und dabei mit der ihm eigenen Grandezza einen ganzen Strauß flötistischer Glanzstücke überreichen.

Eine ganz besondere Rolle aber gebührt in dieser Saison dem Oboisten Ingo Goritzki, der die Musikalische Akademie von Anfang an mitgeprägt hat und sich nun mit einem Abschiedskonzert im Januar aus dem aktiven Konzertleben zurückziehen möchte - in den Unruhestand ! Mit seinem Wunschprogramm wird er gemeinsam mit den Freunden Werke spielen, die ihm besonders am Herzen liegen. Dazu zählt neben Werken von Johann Christian Bach, Leoš Janáček und Louis Spohr auch eine veritable Uraufführung aus der Feder unseres Komponistenfreundes Volker David Kirchner.

 

Dieser von etwas Wehmut umflorte Podiumsabschied eines lieben Kollegen passt, wenn auch unbeabsichtigt, zu unserem diesjährigen Saisonmotto, das da lautet:

 

 

Im Zeitenstrom – bewegende Musik.

 

Damit möchten wir verdeutlichen, in welch hohem Maße das Erschaffen bewegender Musik unmittelbar von den jeweiligen Zeitumständen abhängt. Wenn wir in den großen „Zeitenstrom“ der Entwicklung der Kammermusik der letzten knapp 300 Jahre eintauchen, stoßen wir immer wieder auf verschlungene Lebenslinien von Komponisten und Interpreten, deren Schaffen durch persönliche Ent­wicklungen, schicksalhafte Begegnungen und politische Kata­stro­phen ausgelöst worden ist. Viele Werke der kommenden Saison erzählen davon:

 

Schuberts „Forellenquintett“ haben wir einzig und allein einer bestimmten glücklichen sommerlichen Konstellation der Personen und des Ortes zu verdanken, die Schubert bewogen haben, das nahezu schwere­­lose Meisterwerk zu schreiben,

Das Spätwerk von Johannes Brahms wäre ohne dessen Begegnung mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld nie geschrieben worden,

Sergej Prokofjews „Hebräische Ouvertüre“ entstand aufgrund einer Begeg­nung mit russisch-jüdischen Musikern, die wie er auf der Flucht vor der Oktoberrevolution im Exil in New York gestrandet waren.

Henri Dutilleux wiederum widmet seine „Strophes“ dem  Schweizer Mäzen Paul Sacher zum Sechzigsten,

und Leoš Janácek nimmt nostalgische Empfindungen am Ende eines langen Lebens zum Anlass, seine eigene „goldene Jugend“ zu besingen.

Die Reihe der aus dem Zeitenstrom entstandenen Werke könnte fast beliebig fortgesetzt werden...

 

Neben den großen Meisterwerken des kammermusikalischen Repertoires bieten wir auch in diesem Jahr wieder Raritäten wie das Dritte Streichquartett von Pavel Haas, Franz Schrekers Tanzpantomimen-Musik "Der Wind" oder Carl Nielsens "Serenata in vano" , die wir in einen geeigneten programmatischen Zusammenhang eingebettet haben.

 

Besonders  hervorheben möchten wir noch unsere Dezembermatinee für Jung und Alt, bei der Kinder der Stuttgarter Musikschule, ausgerüstet mit Rassel, Ratsche, Pfeife, Kuckuck und anderen Instrumenten mehr, auf der Bühne der Haydnschen Kindersinfonie zu Leibe rücken werden. Wir wünschten uns hier neben unserem Stammpublikum auch besonders viele junge Zuhörer im Weißen Saal!

 

Tauchen Sie also mit uns ein in den „Zeitenstrom“, der bewegende Werke hervorgebracht hat, und teilen Sie mit uns die Freude, diese Musik im akustisch wunderbaren Weißen Saal zu erleben.

 

Ihr Ulf Rodenhäuser

Künstlerischer Leiter der Musikalischen Akademie Stuttgart